GfL - Gesellschaft für Lebensmittel-Forschung mbH

 

Rückstände und Kontaminanten

 

Seit 1990 sind wir im Bereich Pflanzenschutzmittelrückstände tätig. Mittels Screening und Einzelmethoden (LC-MS/MS und GC-MS/MS) werden derzeit ca. 630 Substanzen erfasst.


Pflanzenschutzmittel werden nicht nur beim Anbau eingesetzt, sondern auch als Vorratsschutzmittel bei der Lagerung von Lebensmitteln. Als biologisch aktive Stoffe können diese oder ihre Metaboliten über die Nahrungskette und das Trinkwasser in den menschlichen Körper gelangen. Der weltweite Lebensmittelhandel erfordert deshalb die Überprüfung auf Einhaltung der Höchstmengenverordnungen. Dies bedarf nicht nur einer hoch spezialisierten Analytik, sondern vor allem das Wissen um die verwendeten Wirkstoffe. Wird berücksichtigt, dass weltweit mehr als 1400 verschiedene Pflanzenschutzmittel bekannt sind, wird deutlich, dass nur jahrelange Erfahrung auf diesem Analysengebiet die erforderliche Sicherheit für Ihre Produkte bieten kann.

Um in diesem Bereich immer auf dem aktuellen Kenntnisstand zu sein, verfolgen wir nicht nur sehr intensiv neue Entwicklungen im Bereich der Analytik und bei der Neuzulassung von Wirkstoffen. Wir nutzen auch unsere internationalen Kontakte, die uns den Zugriff auf Anwendungslisten verschiedener Länder ermöglichen. So können wir unser Analysenspektrum ständig zielgerichtet erweitern.
Neben den wichtigen Screeningverfahren DFG S19 und QuEChERS bieten wir folgende Sammel- und Einzelmethoden an:

Chlorat (mittels O18 isotopenmarkiertem Analysenstandard), Perchlorat, Ethephon, HEPA, Glyphosat, AMPA, Glufosinat, MPPA, N-Acetyl-Glufosinat, Phosphonsäure, N-acetyl-AMPA, Fosetyl-Al, Maleinsäurehydrazid (QuPPe), Dithiocarbamate, Organozinn-Verbindungen, Phenoxyalkancarbonsäuren, Daminozid (Alar), Chlormequat, Paraquat, Ethylenoxid, Amitraz, Ethylenthioharnstoff (ETU), Propylenthioharnstoff (PTU), anorganisches Gesamtbromid.

Selbstverständlich bestimmen wir auch alle Schwermetallrückstände in Lebensmitteln mit der erforderlichen Empfindlichkeit. Von den Schwermetallen sind zwar einige Vertreter für den Stoffwechsel von Pflanzen und Tieren essenziell, andere weisen jedoch auch ein gewisses toxisches Potenzial auf. Zur letzteren Gruppe gehören vor allem Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber.

Kontaminationen mit diesen Schwermetallen erfolgen überwiegend infolge industrieller Emissionen und können in pflanzlichen Lebensmitteln somit standortabhängig gefunden werden. Als weitere Kontaminationsquellen kommen bei der Verarbeitung und Lagerung von Lebensmitteln z. B. Ionenaustauscher, Schönungsmittel, Tanks, Rohrleitungen und Anstriche infrage.

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Kontaminanten, die unbeabsichtigt mit Lebensmitteln und Vorprodukten in Berührung kommen können. Eine große Bedeutung haben die Umweltkontaminanten, die durch Emissionen aus Industrie und Verkehr, durch Verbrennung fossiler Brennstoffe und durch Kontakt mit Verpackungsmaterial und Verarbeitungshilfsmitteln in Lebensmittel gelangen können.

Hierzu gehören aromatische Kohlenwasserstoffe (Benzol, Toluol, Xylol), polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK wie Benz-(a)-pyren), Lösemittelrückstände (Hexan, Ethylmethylketon u. a.), halogenierte Kohlenwasserstoffe, polychlorierte Biphenyle (PCB), Mineralölkohlenwasserstoffe, Weichmacher sowie Dioxin.

Downloads: Listen erfassbarer Sustanzen

 

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